Beatrice Winkelmann

Konfirmation und Taufe vom 22. Mai

Cyrill Böhlen (Foto: Claudia Miller)

Eine aussergewöhnliche Feier war die diesjährige Konfirmation: Der Jahrgang IST/WAR Cyrill Böhlen! Ein schöner Zufall wollte es, dass wir an diesem Sonntag auch Hanaë Walther taufen durften. 
 






Cyrill goss feierlich das Taufwasser in den Taufstein.
Die Konfirmation sei eine Bestätigung der Taufe, ein bewusster Entscheid der jungen Menschen FÜR ein Leben in Christus. Eine direkte Linie also von der Taufe zur Konfirmation, von Gottes Zusage zum eigenen Zuspruch.
Aber einmal abgesehen von dieser etwas wirklichkeitsfremden Rede: Was verbindet Taufe und Konfirmation? Die neuen Kleider. Das Taufkleid des Täuflings und das neue Outfit der Konfirmanden. Wer erinnert sich nicht an die „Kleiderfrage“ in der Vorbereitung zum Konfirmationsgottesdienst?
Im frühchristlichen Taufritus zogen die frisch getauften Erwachsenen ein neues Kleid an: neuer
Mensch im neuen Kleid!
Und wie es so ist: Nach dem Fest zieht man das neue Kleid aus und hängt es in den Schrank,
nimmt die Werktagskleider hervor:
Eine Schürze, die Arbeitshose,
die Uniform, das T-Shirt mit dem "Budename“,
das Deux pièces, die Gummistiefel…

Der Schreiber des Briefs an die Kolosser weiss, wie es so ist, nach dem Fest – wir auch!

Und er sagt den Leuten: „Schaut nach in eurem Schrank, wo die neuen Kleider hängen“, und versucht ihnen klarzumachen, was für eine Art Kleider gemeint sind für den neuen Menschen:

«So bekleidet euch nun als von Gott Geliebte mit innigem Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut und Geduld! Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie Gott euch vergibt, so sollt auch ihr vergeben! Über all dem aber vergesst die Liebe nicht. Und der Friede Christi regiere in euren Herzen.“ (Kol 3, 12ff)

Pfrn. Claudia Miller
Bereitgestellt: 09.06.2022     Besuche: 18 Monat