Christoph Bühler

Konfirmation

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Konfirmationen passen auch in die heutige Zeit
KERZERS – Konfirmationen gehören seit jeher ins letzte Schuljahr, sind nichts sensationelles, aber immer wieder spannend und oft auch emotional.
Das Interview mit Christoph Bühler führte Margrit Sixt

Wo setzen Sie im Konfirmandenunterricht die Schwerpunkte?,
Der Konfirmandenunterricht ist kein Wissensunterricht. Der Schwerpunkt liegt auf Beziehungen zu den Jugendlichen. Wenn es gelingt, auf dieser Ebene etwas gemeinsam zu erarbeiten, dann ist der Unterricht gelungen. Das, was auch mich bewegt und interessiert, bringe ich in den Unterricht ein.

Welche speziellen Anlässe standen im Konfirmandenjahr auf dem Programm?,
Die Konfirmanden halfen beim Suppentag mit und beim Suppe verteilen am Kerzerslauf. In Saignelégier und Romainmôtier führten wir je ein Konfirmandenlager durch. In beiden Konflagern haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden selber gekocht, das gab ein gutes Gemeinschaftsgefühl und alle konnten auf sich selber zurückkommen. Elternabende gehören dazu, auch Konfirmandenbesuche stehen auf dem Programm und etwa zwölf weitere Anlässe im Rahmen der Diakonie. Der Projekttag war dem Thema Schönheit gewidmet. Beim Goldschmied Sacha Johner durften alle einen Silberring giessen. Wir diskutierten aber auch darüber, was Schönheit ist und der Wandel der Ansprüche.

Was bereitete Freude, was kostete Nerven bei der Arbeit mit den Jugendlichen?
Nerven kosten eher Dinge, die nicht direkt mit den Jugendlichen zu tun haben. Man ist zeitlich begrenzt, Extras wie Ausflüge sind nicht möglich. Strukturelle Fragen zerren an den Nerven. Das ist schade, aber (momentan) nicht zu ändern. Freude bereitet, dass die Jugendlichen da sind, sie machen mit, es ist ein Miteinander. Wir meistern schöne und auch schwierige Situationen gemeinsam. Sie bringen ihre Probleme mit und schenken den Unterrichtenden viel Vertrauen.

Wie gehen Sie vor, um Jugendliche mit Ihrer Botschaft zu erreichen?
Was mich interessiert, was mich packt, das packt auch die Schüler. Da springt ein Funke über. ichtig ist, die richtigen Personen zu finden, die unterrichten helfen. «Wahnsinntheologisches» Wissen ist nicht zwingend, aber emotional belastbar muss man schon sein. Die Jugendlichen wollen etwas, es muss ein Austausch, eine Auseinandersetzung mit dem Gegenüber stattfinden. Ihnen geht es nicht primär um Konfirmandengeschenke, das ist lediglich ein Bestandteil des ganzen Rituals. Die Arbeit mit den Konfirmanden bringt Gefühle und Prozesse in Gang. Dafür gibt es kein Handbuch, aber den gesunden Menschenverstand.

Wie sinnvoll sind Konfirmationen in der heutigen Zeit?,
Die Konfirmation wird immer sinnvoller. Es ist ein Ritual innerhalb der Kirche. Die Arbeit als Pfarrer ist auch Suchtprävention. Übergangsriten, dazu gehört die Konfirmation, sind eine wichtige Sache und bewegende Momente. Es ist ein bewusstes Abschiednehmen, die Zeit dafür dauert ein ganzes Schuljahr: von der ersten Unterrichtsstunde in der neunten Klasse bis zur Konfirmation. Zu den Ritualen gehört auch der Konfirmandenpass, dieser ist eine Annäherung an die Erwachsenenwelt und deren Strukturen. Und in den Gottesdiensten
lernen die Jugendlichen, dass man auch aus Veranstaltungen,
die eher ruhig verlaufen, für sich einen Gewinn herausziehen kann. Und sei dies, einfach mal eine knappe Stunde den eigenen Gedanken nachzugehen. Die Beständigkeit der Kirche ist ein Wert. Die jungen Mitglieder der Kirche können versuchen, diesen zu erneuern und weiter zu entwickeln.
Drei Konfirmanden, drei Fragen und Antworten
Warum lässt du dich konfirmieren?,
Marco Haldemann: Da ich getauft worden bin und somit auch in der Kirche bin, besuchte ich ganz normal den Religionsunterricht. Am Ende dieses Unterrichts ist es halt normal, dass man konfirmiert wird. Ich hatte keinen Grund mich nicht konfirmieren zu lassen.
Tina Kramer: Für mich stand dies gar nie zur Diskussion, mich nicht konfirmieren zu lassen. Ich wurde getauft, also wollte ich mich auch konfirmieren lassen.
Cheryl Tschannen: Da ich getauft wurde, habe ich mich entschlossen, auch konfirmiert zu werden. Dieser Abschnitt gehört für mich einfach dazu.

Wie hast du den Konfirmandenunterricht erlebt?,
Marco Haldemann: Der Konfirmandenunterricht mit Herrn Bühler fand ich sehr gut. Er ist für jeden Spass zu haben, humorvoll, abwechslungsreich, nicht so streng und vor allem offen für alles und neues. Wir konnten selber bestimmen, über was wir sprechen wollten. Er sah in uns und ging mit uns um wie mit Erwachsenen und nicht wie mit Kindern.
Tina Kramer: Wenn ich ehrlich bin, fand ich die meisten Unterrichtsstunden «Verschwendung» und doch gab es Stunden die haben mich inspiriert und bereiteten mir viel Freude. Ich nehme auch ganz bestimmt einiges mit an Gesellschaft.
Cheryl Tschannen: Ich habe den Unterricht grösstenteils als interessant empfunden. Da Pfarrer Bühler ein sehr aufgeschlossener Mensch ist, konnten wir auch Themen besprechen, die uns beschäftigten (nicht nur religiöses).

Was erwartest du vom Konfirmationssonntag, resp. wurden deine Erwartungen erfüllt?
Marco Haldemann: Erwartungen hatte ich eigentlich nicht. Was mir besonders gefallen hatte, waren die Rückblicke. Wie wir uns verändert haben in den letzten drei Jahren. Die Filme, die wir gedreht hatten, und die Fotos von uns in den Berufskleidern und -situationen gefiel mir auch besonders gut. Und natürlich das gute Essen mit meiner Verwandtschaft nach der Predigt.
Tina Kramer: Ich habe mir nicht viele Vorstellungen gemacht und so konnte ich auch nicht enttäuscht werden. Es war ein wunderbarer, unvergesslicher Tag. Dieser besondere Tag sollte jeder Jugendliche erleben dürfen.
Cheryl Tschannen: Im letzten Jahr haben wir viel Zeit damit verbracht, unsere Konfirmation zu planen, damit wir eine schöne Konf haben, was uns schlussendlich auch gelungen ist. Die Vorbereitungen machten Spass und haben unsere Gruppe auch zusammengeschweisst. Es war für uns alle ein spezieller Tag gewesen. Ich genoss den Tag in vollen Zügen.
Bilder, Texte, Interview aus dem Anzeiger von Kerzers, Freitag, 12. Juni 2009, erstellt von Margrit Sixt-Goettschi
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Bereitgestellt: 04.01.2017     Besuche: 11 Monat 
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